Astronomiestudenten entdecken Supernova

Astronomiestudenten entdecken Supernova

Seit einem Vierteljahrhundert war unsere Erde nicht mehr so nah an einer Supernova.
Das Phänomen lässt sich mit besseren Ferngläsern beobachten und trotzdem wäre der Fund den Astronomen beinahe durch die Lappen gegangen.

Eine Supernova ist ein relativ seltenes Phänomen. Es gibt eigentlich nur zwei klassische Mechanismen, nach denen sie entstehen können.
Entweder, wenn ein massereicher Stern (Mehr als 8 Sonnenmassen) das Ende seiner Lebenszeit erreicht und in einer Explosion kollabiert, die nicht selten zu Pulsaren und schwarzen Löchern führt oder wenn ein weißer Zwerg eines Doppelsternsystems die Materie seines Nachbarn akkretiert (ansammelt), beide Sterne miteinander kollidieren und schließlich durch die plötzlich einsetzende Kohlenstoffreaktion zerrissen werden. Hierbei spricht man auch von einer Supernova des Typs Ia. Dies ist in diesem Fall geschehen.

Das Problem an der Sache ist, dass solche Supernovae so hell sind, dass die heutigen, automatisierten Scannerprogramme sie für eine Störung oder eine Lichtquelle halten. Nicht so jedoch die Studenten des University College Londons (UCL), die gerade eine Pizza aßen, während sie die Bedienung des Universitätsteleskops erlernten.

Supernova type Ia. Credit: NASA

Supernova des typs Ia. Credit: NASA

Ganz zufällig wählten sie als Übungsobjekt das in der Zigarrengalaxie gelegene Sternsystem „Messier 82“, ein Doppelsternsystem mit zwei weißen Zwergen, und entdeckten eine Unregelmäßigkeit, die schließlich zur Entdeckung der Supernova führte.
Etwa 12 Millionen Lichtjahre ist das Phänomen von der Erde entfernt. Ein Risiko für unseren Planeten gibt es nicht, obwohl die von Supernovae ausgesendete Strahlung theoretisch das gesamte Leben auf der Erde vernichten könnte. Dafür ist sie jedoch viel zu weit entfernt. Dennoch lässt sich bei guten Wetterbedingungen das Schauspiel sogar ohne Teleskop beobachten. Ein einfaches Fernglas reicht bereits, um die neben dem großen Bären gelegene Galaxie zu erspähen. Das von der Supernova ausgesendete Licht ist stark genug, um schon mit kleiner Vergrößerung beobachtet werden zu können.