Was ist Astronomie?

Der Begriff „Astronomie“ stammt aus dem griechischen und bedeutet „Beobachtung der Sterne“ und ist die Wissenschaft der Gestirne. Sie gilt als eine der ältesten Wissenschaften der Welt.
Wie bei allen Wissenschaften, stand zunächst die Praxis im Vordergrund. Man lernte, Ebbe und Flut anhand von Mondphasen vorauszusagen, entwickelte Kalender, um den besten Zeitpunkt für Saat und Ernte herauszufinden.
Im Frühmittelalter begann die Differenzierung zwischen den wissenschaftlich-mathematischen Astronomen und den esoterisch-philosophischen Astrologen.
Wobei die Astronomie als Naturwissenschaft einen wesentlich besseren Ruf hatte, während die Astrologie von den Römern sogar als „Hexenwerk“ abgetan wurde.
Im Laufe der Jahrhunderte gewann man durch die Astronomie viele wichtige Erkenntnisse. So führte sie zur sogenannten „kopernikanischen Wende“. Nikolaus Kopernikus wandelte das Bewusstsein der Menschen mit seiner Annahme, dass nicht die Erde, sondern die Sonne im Mittelpunkt unseres Sonnensystems liegt.

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Die heutige Astronomie

Heute ist die Astronomie eher ein Dachbegriff für viele verschiedene Themengebiete von der Astrophysik über die Astrometrie und Himmelsmechanik bis zur Planetologie. Zudem sind wir in der Lage, nicht nur von der Erde aus andere Planeten zu beobachten, sondern können dies dank moderner Satellitenteleskope direkt vom Weltall aus.
Das gibt uns die Möglichkeit, das gesamte elektromagnetische Spektrum zu nutzen.
Nichtsdestotrotz spielen auch die erdgebundenen Teleskope noch eine große Rolle in der Astronomie.  Das „Large Binocular Telescope“ auf dem Mount Graham in Arizona ist mit zwei 8,4 Meter großen Spiegelteleskopen das derzeit Größte. Zusammen erreichen sie eine ähnliche Lichtsammelleistung wie ein 11,8 Meter großes Teleskop.

Das Hauptziel der Astronomie ist heute nicht mehr ausschließlich die Entwicklung praxisnaher Anwendungen, sondern eher theoretischer Natur. Wir möchten die Zusammenhänge des Universums verstehen, die Entstehung, den Aufbau und das wahrscheinlich unvermeidliche Ende.

Amateur-Astronomie

Die Sterne waren für den Menschen schon immer unglaublich faszinierend, deswegen ist es nicht weiter verwunderlich, dass ein großes Interesse an der Amateur-Astronomie besteht. Anders als den Wissenschaftlern, geht es den Hobbyastronomen nicht darum, die Zusammenhänge des Universums zu verstehen. Vielmehr wollen sie Sternbilder, Planeten und Kometen beobachten, die sonst nur schwer mit dem Auge erfasst werden können.